25.12., 10.12 Uhr

So, der Weihnachtsbraten ist vertilgt, das alte Jahr gebührend verabschiedet, Zeit für die erste Fingerübung des Jahres. Die letzten Wochen boten viel zu wenig  Ruhe und Muße,  um Geschichten zu spinnen. Um wieder reinzukommen, und weil an Neujahr uralte Kommissarfolgen mit dem unvergessenen Erik Ode in Endlosschleife liefen, dachte ich mir, Dombrowsky könnte doch noch einmal ermitteln. Außerdem verlangen gerade Krimis nach einem Konzept, bevor man zu schreiben beginnt. Genau damit tue ich mich schwer, ein Grund mehr es zu üben . Gesagt getan also. Und damit nicht nur ich mir überlegen muss, wie es im Haus der Familie Gebhard ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag zu einer Leiche kommen konnte, fehlt hier die Auflösung. Dombrowsky, der alte Fuchs, kennt sie natürlich schon. Ihr dürft am Ende raten, wie er gedenkt, den/die Verdächtige/n zu überführen. Unter den (richtigen) Lösungsvorschlägen verlose ich ein kostenloses monatsweise Abo. 😉

In Kürze folgt dann der Abschlussbericht, der alle Hintergründe und aufgeworfenen Fragen beantworten wird. Erik Ode wäre stolz auf Dombrowsky!

Stöhnend schälte sich Dombrowsky aus dem Auto, das Feiertagsessen lag ihm schwer im Magen. Lieber läge er jetzt noch im Bett, anstatt bei minus 10° eine Leiche zu besichtigen. Aber wenigstens war er so seiner Schwägerin entkommen, bevor die das schon bei der Ankunft angekündigte, meterdicke Fotoalbum des letzten Sommerurlaubes auf den Tisch packen konnte. Während er durch den in graugrüner Tristesse vor sich hin dämmernden Garten zum Haus ging, sah er sich im Geiste, einen blutverschmierten Fotofolianten in den Händen, auf seine unter der Tanne ausgestreckte Schwägerin hinunterblicken. Manche Leute forderten das Schicksal förmlich heraus.
„Hier lang, Chef.“ Steiner kam ihm aus der Tür entgegen und lenkte ihn ums Haus in den Garten. Dombrowsky folgte ihm und sah sich dabei das Haus genau an. Alle Rollos waren halb runtergelassen, merkwürdig für die Tageszeit. Wer sperrte am Morgen das Licht unnötig lange aus, wo die Tage eh so kurz waren? Auf der drei Stufen über dem Rasen liegenden Terrasse war sein Team bereits bei der Arbeit. Die Spurensicherung hatte alles abgesichert und machte die ersten Fotos. Dr. Blattner – im eleganten Dreiteiler mit Fliege – stand auf einem gusseisernen Fußabtreter vor den Stufen und wartet geduldig auf seinen Einsatz. Augenscheinlich nicht genervt über die Festtagsunterbrechung grüßte er freundlich und hielt Dombrowsky einen Kaffee entgegen.
»Bitte, frisch von der Hausfrau.«
»Scheint sich ja schnell gefangen zu haben, wenn sie schon Getränke anbietet.« Dombrowsky nahm den Becher entgegen und sah sich weiter um. Auf dem eingemotteten Gartentisch stand ein halbvoller Aschenbecher neben einem üppigen Adventsgesteck mit Christrosen und einem großen, mit vier Kerzen bestücktem Windlicht. Die ausquartierten Raucher sollten wohl auch draußen einen Hauch Weihnachten verspüren. Vor der Terrassentür, deren Rollo ein Stück hochgeschoben war, lag ein Mann in Jeans, Hemd und dicker Strickjacke rücklings auf dem Boden. Die Füße steckten in Filzpuschen, wie sie sein Neffe ihm gerade geschenkt hatte. Voll trendy, absolut schadstofffrei. Die hier sahen ebenfalls nagelneu aus, auch wenn die Sohlen bereits dunkle Flecken aufwiesen. Als der erste Schluck Kaffee sich in seinem Mund ausbreitete, bereute Dombrowsky, die Tasse angenommen zu haben. Er war nur noch lauwarm und widerwärtig bitter.
»Gar nicht mal so gut«, stellte er fest und beförderte den in der Tasse verbliebenen Rest ins Rosenbeet. Der Pathologe grinste und prostet ihm zu.
»Mir schmeckt’s.«
»Kein Wunder, könnte ja auch aus Ihrem Kellerloch kommen.« Schon oft hatte er sich angeekelt über den abgestandenen Kaffee in der Pathologie geäußert. Der Fotograf signalisierte nickend, dass seine Arbeit so weit abgeschlossen war.
»Denke, Sie können jetzt.« Dombrowsky wies mit dem Kopf Richtung Leiche, folgte dem Arzt, blieb jedoch einige Schritte vor dem Toten stehen. Er lag schräg zur Tür, als sei er von ihr zurückgeprallt. Was oder wer dafür verantwortlich war, ließ sich auf den ersten Blick nicht ausmachen. Eine Schuss- oder Schnittverletzung schien es nicht zu sein, Blut war weit und breit keines auszumachen.

»Dachte ich es mir doch«, murmelte der Arzt vor sich hin, als er die Hände untersuchte.
»Was?«
»Sehen Sie das?« Er hielt Dombrowsky die linke Hand des Toten entgegen. »Verbrennungen.«
Dombrowsky wusste, was das bedeuten konnte und scannte sofort Terrassentür und Rollo auf der Suche nach verdächtigen Kabeln, konnte aber wegen der starken Sonnenspiegelung nicht wirklich was erkennen.
» Strom?« Er zwängte sich zwischen dem am Boden knienden Dr. und den Rosen vorbei zur Tür und nahm sie genauer in Augenschein. Auf den makellos glänzenden Metallschienen fand sich jedoch auch aus der Nähe kein Hinweis auf ein eventuell angeschlossenes Kabel.
»Genau kann ich das nicht sagen, eigentlich sind die Verbrennungen nicht stark genug für einen sofortigen Exitus. Aber das hier erklärt Einiges.« Er wies auf eine knapp 10cm lange, parallel zum Schlüsselbein verlaufende Narbe, die unter dem geöffneten Hemd zu sehen war. » Er hatte einen Herzschrittmacher. Da reicht im Zweifel schon wenig Strom, um den aus dem Takt zu bringen. Genaueres kann ich ihnen natürlich erst später sagen, aber es würde mich wundern, wenn das hier«, er hob noch einmal die Hand in die Höhe, »beim Kerzenlöschen entstanden ist.« Er stand auf, strich sich die eleganten Hosenbeine glatt und richtete unnötigerweise die Krawatte. »Wenn Sie mich hier nicht mehr brauchen würde ich gern noch für ein paar Stunden zurück in die Festtagsstimmung. Sie haben mich gerade noch in der Tür erwischt, wir waren auf dem Weg zu den Schwiegereltern, meine Frau ist mit den Kindern allein los.«
»Wenn Sie mir noch was zum Todeszeitpunkt sagen, können Sie sich meinetwegen auf den Weg machen. Liegt er schon lange?«
»Schwer zu sagen, bei der Kälte, dick angezogen war er nicht. Zwischen zwei und zehn Stunden ist alles drin.«
»Danke.« Dombrowsky wandte sich seinem Assistenten zu. »Dann wollen wir mal. Wer hat uns wann angerufen?«
»Die Frau, sie hat ihn gefunden, als sie aus der Morgenmesse kam.«
»Sonst noch jemand im Haus?«
»Die Tochter, schlief noch, und der Schwager, bzw. Bruder des Toten, war mit in der Messe.«
»Sonst niemand? Mutter, Vater, …?«
»Die waren zum Feiern hier, sind aber am späten Abend noch zurück nach Hause. Wohnen wohl nur drei Straßen weiter. Waren aber auch mit in der Messe.«
»Aha, dann ist das hier wohl der ungläubige Thomas.«
Steiner sah ihn verdattert an.
» Was ist?«
»Ähh, er heißt tatsächlich Thomas. Thomas Gebhard. Von Gebhard und Söhne, Sicherheitssysteme und Haustechnik.«
Schlagartig wusste Dombrowsky, warum ihm der Name so bekannt vorgekommen war. Der alte Gebhard hatte damals die Alarmanlage bei seiner Mutter installiert, als die nach der Einbruchserie in der Nachbarschaft nicht mehr ruhig schlafen konnte. Interessant, sie hatten es also mit Sicherheitsfachleuten zu tun. So, so.
»Lorenz!«, rief er in Richtung des Spurensicherungsteamleiters, »guckt Euch Fenster und Tür ganz genau an. Besonders Rollosteuerung und Alarmanlage.«
»Sowieso!«
»Wer ist im Haus bei der Familie?«, fragte er Steiner auf dem Weg zur Haustür.
»Torben, ich dachte, draußen nützt er uns eh nix.«
»Dann hoffen wir mal, dass sein weiches Praktikantenherz ihn nicht zur Plaudertasche hat werden lassen.«

Die Sorge erwies sich als unbegründet, der Praktikant saß stumm und mit sichtlichem Unbehagen im Flur auf einer Bank. Als Dombrowsky und Steiner sich auf dem Läufer im Eingang die Sohlen abstreiften, sprang er auf und kam ihnen entgegen.
»Hier hat sich nichts Verdächtiges getan«, flüsterte er und nahm seinem Chef die leere Kaffeetasse aus der Hand. »Die sitzen zusammen im Wohnzimmer, die Mutter fängt alle paar Minuten an zu weinen, der Onkel tätschelt ihr die Schulter und die Tochter kaut auf den Fingernägeln rum. Hab gefragt, ob sie frischen Kaffee oder Tee wollen, haben nur den Kopf geschüttelt. Dabei haben die bestimmt noch nicht mal gefrühstückt.«
Dombrowsky runzelte die Stirn.
»Aber schon Kaffee gekocht, oder wo kam der her?« Er wies fragend auf die Tasse.
»Ach der, der stand in der Küche, als wir ankamen. Ich dachte, bei der Kälte könnten draußen alle einen gebrauchen und hab gefragt, ob ich welchen rausbringen kann. Hatte keiner was gegen. Und neuen wollten sie nicht. War das falsch?«
Verunsichert sah er von einem zum anderen.
»Passt schon, danke«, antwortete Dombrowsky.
»Hat jemand geraucht, seit du hier sitzt? Oder ist zum Rauchen raus?«
»Nee, keiner.«
»Gut, danke. Kannst mit reinkommen und dir ein paar Notizen machen. Warum macht hier eigentlich niemand die Rollos richtig hoch?«
»Weil etwas mit der Steuerung nicht in Ordnung ist«, antwortet der Bruder des Toten, der in diesem Moment aus dem Wohnzimmer in den Flur trat. »Bernd Gebhard.« Er streckte dem Kommissar die Hand entgegen und lächelte. »Ich wusste nicht, ob ich da was dran machen darf oder ob Sie das zuerst untersuchen wollen.«

Der Mann war groß und gutaussehend, eindeutig ein jüngerer Bruder, Dombrowsky schätzte, dass knapp 10 Jahre zwischen ihm und dem Toten lagen. Er trug einen Anzug, keine Krawatte und Straßenschuhe mit dicken Sohlen. Richtig, er war ja mit in der Messe gewesen.
»Waren die Jungs schon dran?«, fragte Dombrowsky in Steiners Richtung.
»Ja, haben aber nichts Auffälliges gefunden, außer, dass die Sicherung raus war. Die ist jetzt wieder drin, sollte also alles wieder gehen.«
»Kann ich sie dann jetzt hochfahren?« Gebhard drehte sich halb zur Seite und machte einen Schritt Richtung Kellertür. »Wollen Sie mit?«
»Ja.« Steiner schob Torben zur Seite und folgte ihm. Dombrowsky sah ihnen nach und wunderte sich über so viel Umsicht bei jemandem, dessen Bruder gerade tot auf der Terrasse gefunden wurde. Und das auch noch ausgerechnet an Weihnachten. Aus der Bahn geworfen hatte ihn das offensichtlich nicht. Als er Motorengeräusche hörte, die Rollos sich langsam hoben und endlich mehr Tageslicht ins Haus ließen, betrat er das Wohnzimmer.

»O.k., was haben wir? Steiner.«
»Thomas Gebhard, 53, Tod durch Herzversagen vermutlich in Folge eines Stromschlags, der den Schrittmacher außer Gefecht setzte, Stromquelle unbekannt, Todeszeitpunkt zwischen 8.00 und 10.30, hat nach Aussage von Frau und Bruder noch geschlafen, als sie um kurz nach acht das Haus verlassen haben. Wobei das nicht sicher ist, weil die Eheleute nicht in einem Zimmer schlafen. Er könnte also schon wach gewesen sein. Als sie um kurz nach zehn zurückkamen, haben sie sich gewundert, dass die Rollos noch unten sind. Sie sind rein, sie hat in der Küche Kaffee aufgesetzt, während der Bruder sich auf dem Weg in den Keller über den kalten Luftzug aus dem Wohnzimmer gewundert hat und erst nachsehen wollte, ob dort vielleicht jemand eingebrochen sei. Hat den Bruder gefunden und, erst versucht das Rollo weiter hochzuschieben und ist dann ums Haus gerannt. Angeblich hat er direkt erkannt, dass der bereits tot war und daran etwas nicht stimmen konnte und nichts mehr angefasst.«
»Mmmm …« Dombrowsky drehte den Kugelschreiber auf der Schreibtischunterlage und starrte aus dem Fenster.
»Soll ich weiter machen?«, fragte Steiner seinen Chef, der ohne aufzusehen nickte.
»Im Haus war zum Zeitpunkt des Todes nur die Tochter, Jennifer, 26, auf Weihnachtsbesuch, hat nach eigener Aussage im Dachgeschoss tief und fest geschlafen, bis sie von ihrem Onkel geweckt wurde. Der Onkel, Bernd Gebhard, 45, geschieden, wie der Vater Gesellschafter der Firma, hat nach dem Weihnachtsessen die Nacht im Gästezimmer verbracht, weil er morgens mit seiner Schwägerin in die Messe gehen wollte. Katharina Gebhard, 49, arbeitet als Marketingleiterin im Familienbetrieb. Getrennte Schlafzimmer hat man seit vielen Jahren, Thomas Gebhard arbeitete oft bis spät in die Nacht und schnarchte zudem extrem. Sie wirkt überzeugend verstört, scheint ein sehr vertrautes Verhältnis zum Schwager zu haben. Die Eltern, völlig am Boden zerstört, beteuern, dass sowohl die Ehe der beiden, als auch das Verhältnis der Brüder untereinander sehr gut gewesen sei. Seit der Scheidung des Bruders vor drei Jahren hätten sich Thomas und seine Frau sehr um Bernd gekümmert und ihm über die schlimme Zeit hinweggeholfen. Bernd sei seinem Bruder dafür sehr dankbar gewesen, auch, weil der seine beruflichen Ausfälle in der Zeit kompensiert habe.«

»Die reine Idylle«, grummelte Dombrowsky. »Komisch nur, dass der Mann trotzdem gewaltsam zu Tode gekommen ist. Die Spurensicherung hat immer noch keine Idee?«
»Ne, nix. Die Hütte ist einfach zu sauber, man kann nirgendwo am Rahmen irgendwelche Spuren ausmachen. Keine Klebereste für ein Kabel, nix. Dr. Blattner hat allerdings auch an den Füßen Verbrennungen gefunden, fast wie ein Muster angeordnet.«
»Das erklärt die dunklen Flecken.« Dombrowsky ließ den Kugelschreiber erneut kreiseln.
»Flecken?« Steiner sah irritiert von seinen Aufzeichnungen auf.
»Auf den nagelneuen Puschen. Ich würde schwören, die waren zum ersten Mal draußen. Und auf der Terrasse hat er sie sich nicht schmutzig machen können. Die war so sauber, als würde sie täglich geschrubbt.«
»Wird sie vielleicht auch. Die Tochter sagt, die Mutter habe voll den Putzfimmel«, mischte sich der Praktikant ein.
Der Kugelschreiber wurde abrupt angehalten.
»Wann hat sie dir das gesagt? Du solltest doch mit niemandem sprechen.«
Torben errötete und scrollte hektisch auf seinem Smartphone.
»Ähm … als sie mir gezeigt hat, wo die Kaffeetassen stehen. Ich … sie war ganz durch den Wind, fing an zu weinen, als sie die volle Kanne in der Küche sah. Da dachte ich … tut mir Leid, ich wollte sie nur etwas trösten. Wir haben uns nur so ganz allgemein unterhalten.«

»Ja, ja, is schon ok.« Dombrowsky nahm den Kugelschreiber zur Hand und begann mit ihm auf die Schreibtischunterlage zu klopfen. »Und da hat sie dir erzählt, dass ihre Mutter einen Putzfimmel hat? Sonst noch was?«
»Nichts weltbewegendes. Nur, dass ihre Mutter immer nur Weihnachten in die Kirche geht, und der Vater für’s Kaffeekochen zuständig war, deswegen musste sie auch wieder weinen, als sie die Kanne sah. Es war wohl das Erste, was er jeden Morgen tat. Immer um die gleiche Zeit. Pünktlich wie ein Uhrwerk, auch an Feiertagen. Aufstehen, Alarmanlage ausschalten, Kaffee aufsetzen, dann raus für die erste Zigarette. Danach las er die Zeitung und trank Kaffee. Die Mutter trinkt nur Tee.«
»Nur Tee.« Dombrowsky verlangsamte das Klopfen. »Nur Tee also. Und warum hat sie Dir vom Putzfimmel erzählt?«
»Na ja, die Küche ist total megasauber gewesen, das hat mich gewundert. Die haben doch abends Weihnachten gefeiert. Bei uns sieht man so was am nächsten Morgen. Besonders in der Küche. Ich hab eine Bemerkung darüber gemacht. Und dann hat sie das gesagt. Auch, dass es sie nerven würde, schon krankhaft sei. Selbst heute Morgen, hat sie dann noch gesagt, als wir mit dem Tablett in den Flur kamen, musste Bernd den Läufer von der Terrasse in den Flur legen, damit die Polizei nicht alles dreckig macht, wenn sie ins Haus kommt. Muss man sich mal vorstellen. Schon krass, wenn jemand so eine Meise hat. Da liegt der Mann tot im Garten und die schleppt den Läufer ums Haus.« Er schüttelte den Kopf.
Der Kugelschreiber landete auf der Lederunterlage.
»Sag mal, Steiner, die Rollos werden doch über eine Zeitschaltung gesteuert.«
»Morgens um 7.30 hoch, abends um 20.30 runter.«
»Und die Messe begann um 8.30.«
»8.30 bis 9.30, anschließend haben sich die beiden noch mit ein paar Bekannten unterhalten und waren dann gegen 10.00 wieder hier. Der Anruf bei uns ging um 12 nach ein.«
»Und die Spurensicherung hat auch keine Fingerabdrücke nehmen können? Nicht einen?«
»Nichts. Alles total sauber. Rollo, Türrahmen, Fenster.«
»Perfekt!« Dombrowsky erhob sich und griff nach seiner über die Stuhllehne hängenden Jacke. »Da war der umsichtige Bernd wohl eine Spur zu umsichtig. Torben, gute Arbeit. Wir werden die beiden jetzt abholen. Du packst den Fußabtreter an der Terrassentreppe, den Läufer aus dem Eingangsbereich, Kaffeedose und Maschine für die Spusi ein. Ich wette, daran haben sie nicht gedacht. Der Kaffee war aber auch Scheiße. Auf geht’s.«

Mit federnden Schritten und  „Oh Tannenbaum“ summend verließ er den Raum. Hinter ihm sahen sich Assistent und Praktikant fragend an, griffen sich ebenfalls ihre Jacken und folgten ihm.

Hier geht’s zur Aufklärung

2 Kommentare Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s