Vorher/Nachher

Hier die gestern mit Ulrike Friedrichs vorgetragenen Versionen von „Am Ufer“.
Liebe Ulrike, dank für die Idee und die Umsetzung, es war mir eine Freude mit Dir zu lesen.

Vorher

Würden wir ein Boot haben?
Würden wir ein Boot haben und über den See fahren?
Würden wir ein Boot haben, über den See fahren, die Beine über die Reling schwingen und mit den Fußsohlen das Wasser berühren?

Würden wir die Segel setzen?
Würden wir die Segel setzen und den Wind die Route bestimmen lassen?
Würden wir die Segel setzen, den Wind die Route bestimmen lassen und ankommen?

Würden wir ein Boot haben, ankommen und bleiben?
Würden wir Häuser bauen, Brücken und Kirchen?
Würden wir Notizen, Briefe und Bücher schreiben?
Würden wir Lichter anzünden im Dunkeln?
Würden wir anders spüren?
Spüren, was anders?
Nachher

Werden wir ein Boot finden?
Werden wir ein Boot finden und über das Meer fahren?
Werden wir ein Boot finden, über das Meer fahren, den Blick in die Zukunft richten, während die Gedanken zuhause bleiben und kaum das Wasser berühren?

Werden wir die Segel setzen können?
Werden wir die Segel setzen können und wird der Wind auf unserer Seite sein?
Werden wir die Segel setzen, wird der Wind auf unserer Seite sein und werden wir lebend ankommen?

Werden wir ein Boot haben, ankommen und bleiben dürfen?
Werden wir Menschen finden, die uns Obdach geben und werden wir Brücken zu ihnen bauen können?
Werden unsere Briefe die Heimat erreichen?
Werden wir Lichter der Hoffnung für unsere Lieben anzünden?
Werden wir anders spüren?
Spüren, was bleibt?

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