Der zweite Weg

Es gäbe etwas zu erzählen zur Entstehung dieser Geschichte, die ich für eine Lesung unter dem Titel „Der zweite Weg“ verfasste. Doch ich breche mit der Gewohnheit und mache das diesmal erst im Anschluss. Um Euch zum einen nicht durch eine von mir verkündete Schreibabsicht eventuell einzuengen und zum anderen nichts vorwegzunehmen, das die Spannung…

Mail from Berlin

Noch einmal schreibe ich von einer Reise. Eigentlich war es nur ein Kurzbesuch bei der Familie und kein Sightseeing geprägter Wochenendtripp. Gleichwohl gibt es etwas zu erzählen. — Unebener Boden unter meinen Füßen, alles kippt aus dem Lot, nichts fügt sich zu rechten Winkeln. Grau. Schwarz. Weiß. Leere Räume und Alltäglichkeit. Genau diese Alltäglichkeit ist…

Tod in Zimmer 64 – die Auflösung

Wie versprochen folgt vor Monatsende noch die Auflösung des Falls. Ich habe kurz in Erwägung gezogen, dazu alle Verdächtigen zu versammeln und sie von Dombrowski,  ganz im Stil Hercule Poirots, höchst dramatisch präsentieren zu lassen. Doch Dombrowski ist entschieden uneitler als der legendäre Privatdetektiv aus Agatha Christies Feder, weswegen wir ihn nur zur Berichterstattung bei…

Tod in Zimmer 64

DAS Genre überhaupt ist der Krimi. Grund genug, sich ihm immer mal wieder zu widmen, auch wenn er nicht die Lieblingsdisziplin ist. Weil der erste Mitratekrimi, gefährliches Spiel, gut ankam, dürft Ihr auch dieses Mal raten, wer es warum war. Wer nicht drauf kommt, muss bis zum Monatsende warten, dann verrate ich es. Aber ich…

England kann auch anders sein

Vor Kurzem erreichte mich eine Mail vom Kollegen Christian aus Leipzig, der mir, nach der Lektüre meines Englandreiseberichtes, von seinen Erlebnissen im von mir so geschätzten Land berichtete. Ich freute mich über die unverhoffte Post, amüsierte mich beim Lesen und dachte, wie unterschiedlich man ein Land doch erleben kann. Was sicher nicht nur am zeitlichen Abstand unserer Reisen…

Vor dem Fest

Hast du nicht was Kurzes? So lautet eine stets wiederkehrende Frage im Kontext von Gruppenlesungen, die ich leider meist verneinen muss. Also habe ich mir überlegt, es könnte sinnvoll sein, zwischendurch mal was Kurzes zu verfassen. Gesagt getan.

For your eyes only*

In Anbetracht der aktuellen Hitzewelle habe ich mich einer Kreativübung gewidmet und eine Geschichte um ein paar vorgegebene Worte gebastelt. Gute Sache, wenn das eigene Hirn keine Idee ausspucken will. Ernsthaft jetzt. Immer wieder überraschend, was dabei so rauskommt. In diesem Fall lauteten die Worte: Geburtstag, Boxershorts, Unruhe, Ballon, Trump, Idiot und weiß. Das wird…

Mail from England

  Wie es war, hast du gefragt und ich habe ohne zu zögern „schön, sehr schön“ gesagt. Das ist zwar eine zutreffende, aber mitnichten erschöpfende Antwort. Es war nämlich auch: Erholsam, entspannend, bereichernd, körperlich anstrengend, interessant, inspirierend, lustig, manchmal zu voll, unglaublich sonnig, … und damit ein ebenso gelungener Urlaub wie unser erster Englandurlaub im…

Gestern noch …

auf einen kurzen Besuch in Anglesey Abbey bei Lord Fairhaven vorbeigeschaut und heute schon die ersten Notfallrettungsmaßnahmen im heimischen Garten erledigt. Zwei wunderbare Urlaubswochen liegen hinter, viel zu tun vor uns. Die Überflutungsbaustelle  und das normale Tagwerk haben uns wieder, weswegen ich Euch an dieser Stelle noch um ein wenig Geduld bitten möchte. Sobald ich…

Freischwimmen II

So, hier wie angekündigt eine weitere Version der Junigeschichte „Freischwimmen“. Eigentlich wollte ich in dieser Version auch die Zeitform hin zum Präteritum, der gebräuchlichsten Zeitform fiktiver Texte, ändern. „Die im Präteritum erzählten Ereignisse vermitteln den Eindruck, in einer – fiktiven – Gegenwart stattzufinden.“(Käthe Hamburger, Die Logik der Dichtung).   Doch schon nach wenigen Zeilen fühlte sich…

Freischwimmen I

Thema, Stilrichtung, Perspektive, Zeitform, Erzähltempo, Wortwahl … Auf dem Weg von der Idee zur Geschichte muss man jede Menge Entscheidungen fällen. Und jede Entscheidung hat Einfluss auf die Wirkung, den Sound des Textes. Nicht wenige entwerfe ich (zumindest in Teilen) in verschiedenen Varianten, bevor ich mich für eine Form entscheide, die, meiner Meinung nach, am…

Ein Flüstern danach

Diesmal gibt es eine Ausnahme von der Regel: einen autobiografischen Text. Warum? Mein Kopf hat einfach keine Idee für einen fiktiven Text produziert. Nix, Null, Leere! Um im Mai nicht erstmalig den monatlichen Rhythmus zu unterbrechen, entschloss ich mich, aus der Not einer – mal wieder – schlafarmen Nacht eine Tugend zu machen, bzw. eine…

Am Fluss

Weil Gut Ding Weile braucht, und Weile im Moment Mangelware ist, gibt es im April noch einmal ein Remake anstatt der angekündigten Fortsetzung der Märzgeschichte. Das Schöne daran: Für mich war dieser Text mal wieder eine echte, und noch dazu gute, Übung. Weniger inhaltlicher, als stilistischer Art. Perspektive, Zeitform, logische Fehler, … erstaunlich, was mit…